Nach Hochwasser in Nysa: Spendenaktion der DPG läuft weiter - Lüdinghausen
Nach Hochwasser in Nysa - Lions Club spendet 7.000€

Die Hochwasserkatastrophe in Nysa, der polnischen Partnerstadt von Lüdinghausen, sorgte vor gut zwei Monaten für Schlagzeilen. Der Alltag hat zwar allmählich wieder Einzug in die Stadt an der Neisse gehalten. Die Spuren, die das Hochwasser dort hinterlassen hat, sind aber überall noch sichtbar, wie jüngst aus Nysa gemeldet wurde.
Bisher sind rund 35 000 Euro von Bürgerinnen und Bürgern sowie Vereinen aus Lüdinghausen auf das Spendenkonto der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) eingegangen und nach Nysa überwiesen worden – 10 000 Euro an das städtische Spendenkonto der Stadt Nysa, 2000 Euro zweckgebunden an das zerstörte Krankenhaus und das Bischöfliche Gymnasium, der Partnerschule des St.-Antonius-Gymnasiums, und 23 000 Euro an den Verein Freunde der Partnerstädte von Nysa. Deren Vorsitzende, Regina Stajak, hat mit ihren Vereinsmitgliedern stark betroffene Familien durch das Kaufen von verschiedenen Haushaltsgeräten und Wäsche mit dem ersten Geld aus Lüdinghausen unterstützt.
Jetzt ist eine weitere Spende von 7000 Euro vom Lions Club Lüdinghausen überwiesen worden. „Da durch die Bautrockner viele Wohnräume und Keller beschädigter Häuser mittlerweile trockengelegt worden sind, wollen wir von diesem Geld Bodenbeläge wie Fliesen für Familien kaufen, die es besonders nötig haben“, informiert Regina Stajak.
In einem Brief an Dirk Lagers, Vorsitzender der DPG, den die Landwirte aus Nysa und Umgebung neulich während ihrer Reise nach Senden und Lüdinghausen mitgebracht im Gepäck hatten (die WN berichtete), betonte Regina Stajak, dass die Aktionen und Aktivitäten bewiesen, „dass die Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen unseren Städten real sind und in jeder Situation funktionieren, wofür ich mich bedanken möchte“.
Neben ihr hat sich auch Nysas Bürgermeister Kordian Kolbiarz in einem Brief an Dirk Lagers und den Lüdinghauser Rathaus-Chef Ansgar Mertens für die großartige finanzielle Unterstützung und Solidaritätsbekundungen der Bürger aus der Steverstadt bedankt: „Das Bewusstsein, dass wir mit dieser schwierigen Erfahrung nicht allein sind, gibt uns Kraft und Zuversicht, die tragischen Auswirkungen der Katastrophe bewältigen zu können. Viele Einwohner haben mehr oder weniger darunter gelitten und benötigen enorme Hilfe. Auch die stätische Infrastruktur wurde mancherorts völlig zerstört. Die Spendengelder aus Lüdinghausen werden zum Wiederaufbau zerstörter Gebiete unserer Stadt beitragen. Die Solidarität, die Sie zeigen, stärkt uns und gibt uns Hoffnung, dass wir in schwierigen Zeiten aufeinander zählen können. Nochmals vielen Dank“, schreibt Kordian Kolbiarz.